11013 Radnicka

Ort:
11000 Belgrad, Serbien
Typ:
Konventionelle Rüstung
Brückenhebung
Projektbetreuer:
DI Florian Wilhelm
DI Lukas Zech
Montageleiter:
Stefan Mann
Frederic Summer

Bauherr:
City of Belgrade, represented by the Belgrade Land Development Public Agency
Baufirma:
PORR Technobau und Umwelt AG
Tragwerksplaner:
wernerconsult ziviltechnikergmbh
Fläche:
3881 m²
Querschnittsfläche:
12,4 m²
Länge:
312 m
max. Spannweite:
39,60 m
Bilder:
 

Im Zuge des Neubaus der Brücke über die Sava und deren Anschlussbauwerke wird mit der Radncika eine weitere Hauptverkehrsader in Belgrad erneuert. Die Radnicka-Bridge besteht aus zwei Tragwerken - eine je Richtungsfahrbahn - , welche als Plattenbalkenausgeführt werden. Die Rampenbereiche weisen Spanweiten zwischenn 17 un 26m auf. Die Herstelleung erfolgt mit Hilfe eines konventionellen Traggerüstes, welches sich aus fachwerkartigen, in in Brückenlängsrichtung angeordneten Rüstträger (Typ X225) zusammen setzt. Die Auflagerung der Längsträger erfolgt auf Rüsttürmen im Bereich der Pfeiler.

Einen Spezialfall stellt das 39,6m weit gespannte Mittelfeld dar, welches über eine fünfgleisige Eisenbahnstrecke führt. Aufgrund des einzuhaltenden Lichtraumprofils (laufender Zugverkehr während der Bauzeit) muss Tragwerk ca. 2m erhöht hergestellt werden. Um zudem Bauhöhe zu sparen kommt in diesem Bereich eine obenlaufende Rüstung mit abgehängter Schalung zum Einsatz. Dabei werden torsionssteife Röhren auf zwei massiven Stahlportalrahmen aufgelagert. Wegen der beengten örtlichen Platzverhältnisse wird die Schalung auf einer Montagestraße vormontiert und schliesslich elementweise angehoben und über das Bahnfeld an die entsprechende Stelle geschoben. Dieses Bauverfahren ermöglicht die Errichtung der Brücke ohne Kollision mit dem Lichtraumprofil der Eisenbahn. Nach dem Betonieren und dem Vorspannen des Tragwerks werden die Schalungselemente auf die selbe Art wieder ausgebaut. Im nächsten Arbeitsschritt werden die obenlaufenden Rüstbinder zurückgebaut und die Brücke schließlich mit hydraulischen Pressen auf die Endhöhe abgesenkt. Im Anschluss daran erfolgt di Fertigstellung der Pfeiler und die kraftschlüssige Verbindung mit dem Überbau.

Ist das Mittelfeld fertiggestellt, erfolgt der Lückenschluss zwischen den Rampenfeldern und dem Mittelfeld. Die beiden anschließenden Brückenfelder werden als Einhängefelder ausgeführt. Dabei werden die oben erwähnten Längsträger an die bereits betonierten Kragarme angehängt.


Die Fertigstellung der technisch anspruchsvollen Konstruktion erfolgt im Herbst 2012.