Konventionelles Lehrgerüst

Konventionelles Traggerüst

Die wohl häufigste Art von Traggerüsten ist das konventionelle Lehrgerüst. Dies besteht aus meist in Brückenlängsrichtung angeordneten Rüstträgern, die auf Rüstjoche aufgelagert werden. Als Rüstträger kommen Fachwerksbinder, Fachwerksträger oder Profilträger zum Einsatz. Bei großen oder variierenden Feldweiten werden Zwischenjoche eingebaut.

 

Die konventionelle Rüstung zeichnet sich durch enorme Flexibilität aus. So können Brücken mit beliebigen Querschnitten, Längs- und Querneigungen, sowie unterschiedlichsten Grundrissgeometrieen hergestellt werden.

Bodengestütze Bogengerüste

Bodengestützes Traggerüst

Eine Sonderform der konventionellen Traggerüste sind die bodengestützten Bogenrüstungen.

Hier werden Längsträger, auf zur Bogenmitte hin immer höher werdenden Jochen, welche auf tragfähigem Untergrund stehen, aufgelegt. Die Joche bestehen in der Regel aus stählernen Rüststützen oder aus Beton-Hilfspfeiler.

Um die Bogenform herstellen zu können, werden auf die polygonal angeordneten Längsträger Überhöhungslehren angeordnet.

Freitragende Bogenrüstung

Freitragende Bogenrüstung

Diese Form der Rüstung ist eine der ältesten in der Geschichte. Hierbei werden keine Hilfsstützen benötigt, da sich das Gerüst von Kämpfer zu Kämpfer spannt. Zum Einsatz kommen meist mehrfach angeordnete Fachwerkbinder.

Um auch hier ein Bogenform zu erhalten, werden angepasste Überhöhungshölzer vorgesehen. Die freitragende Bogenrüstung wird vor allem zur Herstellung von Bogenbrücken eingesetzt, die unwegsames Gelände, Schluchten oder Gewässer überqueren.